Über mich



Geschafft! Seit September 2014 bin ich mit meinem Bioingenieurstudium fertig und darf den Grad eines Diplom Ingenieurs führen. Es war eine schöne Zeit an der Universität Karlsruhe, trotzdem bin ich froh, neue Dinge zu erleben.

Während meines Studiums habe ich mich im Jahr 2009 selbstständig gemacht und betreue seit dieser Zeit Kunden im Bereich Werbung, Programmierung, helfe bei Computerproblem und richte und administriere Server und Netzwerke.

Eine meiner Leidenschaften ist das Wandern. Es ist mein Ausgleich zum Alltag am Computer. Mit dem großen Rucksack überwiegend im Norden von Europa für ein paar Tage raus in die Wildnis, ist perfekt um Kunden und bisher der Uni zu entkommen.

Ein anderes Hobby ist die Feuerwehr, in der ich mich schon seit meinem 10. Lebensjahr wohl fühle und inzwischen auch bei der Jugendarbeit meine Finger im Spiel habe. Im Verwaltungsausschuss entscheide ich mit über die Richtung der Feuerwehr in unserem Ort.

Eine kreative Pause kann schon mal eine halbe Stunde dauern, in der ich mit meiner Gitarre ein paar Akkorde schrubbe, um danach frisch und mit neuen Ideen ans Werk zu gehen.



An der Uni verfasst Arbeiten:

Studienarbeit:
"Optimierung eines Kultivierungsprozesses im Bioreaktor mit Pseudomonas aeruginosa zur Rhamnolipidproduktion"
Einleitung

Zurzeit sind sehr viele Bereiche von fossilen Brennstoffen abhängig. So werden Kunststoffe, Kraftstoffe und viele Chemikalien auf Basis von Erdöl hergestellt. In vielen Bereichen werden Alternativen gesucht, basierend auf nachwachsenden Rohstoffen, um eine dauerhafte Lösung zu finden. Es soll die Energiewende stattfinden um immer weniger von Energieträgern und Energielieferanten Erdöl und Kohle abhängig zu sein. Es gibt bereits kompostierbare Plastiktüten aus biologisch abbaubaren Substanzen auf Basis nachwachsender Rohstoffe.
Was passiert aber mit der chemischen Industrie?
Eine Stoffgruppe, die aktuell noch aus fossilen Brennstoffen synthetisiert wird, sind Tenside. Dies sind Waschmittelzusätze oder auch Emulgatoren in Kosmetika und der Nahrungsmittelindustrie welche günstig petrochemisch hergestellt werden können. Auch hier wurde eine Alternative gesucht und man entdeckte, dass Mikroorganismen solche Tenside herstellen. Sie werden mikrobielle Biotenside genannt. Ein Bakterium ist besonders aufgefallen und in Versuchen wurde herausgefunden, dass ein Krankenhauskeim, welcher für Infektionen von Wunden und Atemwegen verantwortlich ist, eben solche Biotenside produziert. Pseudomonas aeruginosa bildet Rhamnolipide, um einen Wachstumsvorteil gegenüber anderen Bakterien zu erlangen, da diese Biotenside hydrophobe Kohlenstoffquellen in wässrigen Umgebungen verfügbar macht. Es können viele verschiedene Öle und Fette als Kohlenstoffquelle genutzt werden, wobei Sonnenblumenöl als Ausgangsstoff sehr günstig wäre. Allerdings ist die produzierbare Menge des Biotensids noch nicht kostengünstig im Industriemaßstab herstellbar und somit noch nicht konkurrenzfähig zu den synthetischen Pendants. Der Herstellungsprozess soll soweit optimiert werden, dass er bei steigenden Preisen der fossilen Brennstoffe, eine bezahlbare Alternative darstellt. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung der Herstellung von Rhamnolipiden. Genauer geht es darum, die Fermentationsdauer von P. aeruginosa im Fed-Batch Verfahren zu beschleunigen und durch eine schneller erreichte hohe Zelldichte früher in die Produktionsphase zu gelangen. Ein schon etabliertes Batchverfahren (Müller et al., 2010) soll als neuer Fed-Batch optimiert werden.


Diplomarbeit:
"Optimierung der Prozessführung von phototrophen Kultivierungen im Outdoor Betrieb"
Einleitung

Viele industrielle Bereiche sind von fossilen Brennstoffen abhängig. Kunststoffe, Kraftstoffe und Chemikalien basieren größtenteils auf Erdöl oder Erdgas. Um eine dauerhafte Lösung zu finden und die Abhängigkeit dieser endlichen Ressourcen zu mindern, wird in vielen Bereichen nach Alternativen gesucht. So auch in der Produktion von Biodiesel, welcher durch Mikroalgen hergestellt werden kann. Die Problematik hierbei ist die Rentabilität solcher Photobioreaktor-Anlagen. Die energieintensive Kühlung und der hohe Verbrauch an Rohstoffen, wie zum Beispiel CO2 stellen nur zwei der Probleme solcher Kultivierungen dar.

In der vorliegenden Arbeit wird zum einen ein Regelungssystem etabliert, welches den CO2-Eintrag in das System an den Bedarf der Organismen anpasst und somit die Betriebskosten solcher Anlagen vermindert. Erreicht wird dies durch eine Berechnung des aktuellen CO2 Bedarfs der Kultivierung, wodurch eine optimale Zufütterung mit CO2 erfolgt.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei phototrophen Kultivierungen ist eine ausreichende Kühlung der Reaktoren aufgrund der Sonneneinstrahlung. Genau dies ist in Ländern mit hohen Lichtintensitäten, die wiederrum für optimales Wachstum benötigt werden, problematisch. Deshalb soll ein kostengünstiger Wärmeschutz für die Outdoor-Bioreaktoren gefunden werden. Der Einsatz von neuartigen Materialien, die den Eintrag von Infrarotstrahlung vermindern wird untersucht. Ein weiterer Aspekt ist die Untersuchung der energetischen Verwertbarkeit der IR-Strahlung.